Einkommensteuer am 01.02.2016

Das FG Schleswig-Holsteins hat mit seinem Urteil vom 28.01.2015 (2 K 101/13) entschieden, dass Einbaumöbel steuerrechtlich jeweils getrennt voneinander zu beurteilen sind.

In einem Vermietungsobjekt stehen die Aufwendungen für eine neue Einbauküche objektiv in Zusammenhang mit der Vermietung und Verpachtung. Bei der Frage, ob es sich dabei um sofort abzugsfähige Aufwendungen, oder über die Abschreibung zeitanteilig zu berücksichtigende Aufwendungen handelt, ist danach zu unterscheiden, ob Herstellungskosten, Anschaffungskosten oder Erhaltungsaufwendungen vorliegen.

Gegenstände der Inneneinrichtung sind grundsätzlich nicht dem Bereich der Gebäudenutzung zuzuordnen. Dies gilt auch für die Einbauküche, da sie der Haushaltsführung dient. Allerdings sind die Spüle und der Kochherd von dieser Betrachtung ausgenommen, da ohne diese das Bauwerk als Wohngebäude nicht fertig wäre.

Eine Einbauküche ist somit kein einheitliches Wirtschaftsgut. Beim erstmaligen Einbau sind Herd und Spüle unselbständige Gebäudebestandteile und deshalb sind die Kosten beim Ersatz von schon vorhandenen Bestandteilen sofort voll abzugsfähig. Die Kosten für die restlichen Teile der Einbauküchen sind zeitanteilig über die Abschreibung aufzuteilen.

Die volle Abzugsfähigkeit von Herd und Spüle bei Ersatz, gilt aber nur bei vermieteten Wohnungen. Die Anschaffung in einer eigengenutzten Wohnung kann steuerlich nicht geltend gemacht werden.

(Das FG Schleswig-Holstein hat allerdings die Revision beim BFH zu diesem Urteil zugelassen; es muss somit die Entscheidung des BFG abgewartet werden, ob es dieses Urteil bestätigt)

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